Energiegemeinschaften im europäischen Ländervergleich
15.01.2026Designed by rawpixel.com / Freepik
Welche Erfahrungen und Herausforderungen gibt es bei Energiegemeinschaften in Österreich und anderen europäischen Ländern? Was können wir voneinander lernen? Und welche Empfehlungen können daraus für politische Entscheidungsträger:innen und die Gemeinschaften abgeleitet werden? Der Artikel von Lena Neij (Lund University) mit Unterstützung eines Teams der BOKU University hat Antworten auf diese Fragen und ist seit kurzem öffentlich zugänglich.
In Österreich sind die Zahlen der Energiegemeinschaften seit der Gesetzesgrundlage von 2021 stark gestiegen, mit Photovoltaik als wichtigste Energiequelle. Es gibt jedoch einige Herausforderungen für die Teilnahme an Energiegemeinschaften wie lange Entwicklungszeiten und unterschiedliche Tariferwartungen.
Um Energiegemeinschaften in Österreich erfolgreicher zu gestalten, heben die Autor:innen vier Punkte hervor, bei denen angesetzt werden kann: geringere Kosten zu Beginn, verbesserte Zusammenarbeit mit Netzbetreibern, Vereinfachung des rechtlichen Rahmens und digitale Tools für die Abrechnung. Die mit der Gründung verbundenen Zeitressourcen und Kosten sollten auch von der öffentlichen Hand finanziell unterstützt werden.
L Neij, J Palm, H Busch, T Bauwens, S Becker, A Bergek, A Buzogány, C Candelise, F Coenen, P Devine-Wright, T Hoppe, A Kortetmäki, K Pantazis, F Palaiogiannis, M Margosi, D Petrovics, J Plöchl, G Ruggieri, S Ruggiero, K Standal, P Scherhaufer, I Soutar, Energy communities—lessons learnt, challenges, and policy recommendations, Oxford Open Energy, Volume 4, 2025, oiaf002, https://doi.org/10.1093/ooenergy/oiaf002